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Gluten, Darm und Haut: 23 Anzeichen einer möglichen Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie

  • Autorenbild: Marcelline Goyen
    Marcelline Goyen
  • 17. Nov. 2025
  • 7 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen

23 Anzeichen für Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie
23 Anzeichen für Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie


Die komplexe Verbindung zwischen Darmgesundheit, Hauterkrankungen und Glutenunverträglichkeit auf der Haut-Darm-Achse wird erforscht.


Inhaltsverzeichnis


1. Einleitung: Warum das wichtig ist

Glutenunverträglichkeit und Zöliakie kommen einem vielleicht nicht sofort in den Sinn, wenn jemand unter wiederkehrenden Hautproblemen, Müdigkeit oder Darmbeschwerden leidet. Doch der Zusammenhang ist klar: Wenn der Darm aus dem Gleichgewicht geraten ist, spiegelt sich das oft in der Haut wider .


Bei Skin-Gut Axis betonen wir, dass gesunde Haut oft von innen kommt – vom Darm, dem Mikrobiom und einem ausgeglichenen Immunsystem. ( SKIN GUT AXIS ) In diesem Artikel entdecken Sie 23 klinisch relevante Anzeichen , die auf eine mögliche Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie hinweisen – und wie diese Anzeichen mit der Darmgesundheit, dem Mikrobiom, Hautsymptomen und dem allgemeinen Wohlbefinden zusammenhängen.



2. Glutenunverträglichkeit vs. Zöliakie verstehen

Bevor wir uns mit den Schildern befassen, wollen wir den Unterschied klären:

  • Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die Aufnahme von Gluten Entzündungen und Schäden im Dünndarm auslöst .

  • Die Nicht-Zöliakie-Glutenunverträglichkeit (manchmal auch Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität genannt) ist ein Zustand, bei dem Personen negativ auf Gluten reagieren, aber die Diagnosekriterien für Zöliakie nicht erfüllen.


Beide Erkrankungen können die Darmfunktion, das Gleichgewicht des Mikrobioms und die Immunantworten beeinträchtigen – und beide können sich über die Haut-Darm-Verbindung auf die Hautgesundheit auswirken.


Von Marcelline Goyen geschriebene Bücher

3. Die Darm-Haut-Achse: Wie sich Ihre Darmgesundheit auf Ihre Haut auswirkt


Das Konzept der Darm-Haut-Achse betont die enge Verbindung zwischen Haut und Darm . Studien zeigen, dass Störungen der Darmflora, eine erhöhte Darmpermeabilität (sogenannter „Leaky Gut“), Immunaktivierung und Entzündungsmediatoren sich in Hauterkrankungen wie Ekzemen, Psoriasis, Akne oder Rosazea äußern können. ( MDPI )


Bei Skin-Gut Axis Bookshop lehren wir, dass man durch die Betrachtung von Darm und Haut als ein integriertes System oft die Ursachen hartnäckiger Hautprobleme aufdecken kann. ( SKIN GUT AXIS )


Wenn Gluten ins Spiel kommt – sei es durch eine Unverträglichkeit oder Zöliakie –, kann die Darmstörung sich auf die Haut und andere Organe auswirken. Deshalb ist es so wichtig, frühe Anzeichen zu erkennen.



4. 23 Anzeichen einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie

Hier finden Sie eine detaillierte Liste von Anzeichen, die auf eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie hindeuten können. Wenn Sie mehrere dieser Anzeichen bei sich feststellen, insbesondere in Kombination mit Magen-Darm- oder Hautsymptomen, kann eine weitere Abklärung sinnvoll sein (siehe Abschnitt 6).


4.1 Zeichen 1 – 8


1. Unregelmäßiger Stuhlgang

Wiederkehrende Verstopfung, plötzlicher Durchfall oder anhaltende Bauchschmerzen können auf eine Glutenunverträglichkeit hinweisen.


2. Ungewöhnliche Stuhlmerkmale

Stark riechender, fettiger oder schwimmender Stuhl kann auf eine Malabsorption von Fetten oder Nährstoffen hinweisen – ein typisches Merkmal der Zöliakie.


3. Verdauungsbeschwerden nach dem Essen

Ein Völlegefühl, Blähungen oder Magenbeschwerden nach glutenhaltigen Mahlzeiten sind eine häufige Reaktion.


4. Erhöhte Darmpermeabilität (sogenannter „Leaky Gut“)

Längerer und unbehandelter Glutenkonsum kann die Darmbarriere schwächen, wodurch unerwünschte Substanzen hindurchtreten und Immunreaktionen auslösen können.


5. Unerklärliche Veränderungen des Körpergewichts

Sowohl ungewollter Gewichtsverlust als auch ungewollte Gewichtszunahme können auftreten – beispielsweise aufgrund von Nährstoffmangel oder Stoffwechselstörungen.


6. Vitamin-B12-Mangel

Eine gestörte Aufnahme im Dünndarm kann zu niedrigen Vitamin-B12-Werten, Müdigkeit, verminderter Immunfunktion oder neurologischen Symptomen führen.


7. Symptome bei Kleinkindern

Bei Kindern können ein geschwollener Bauch, Schreien, Wachstumsverzögerungen oder Gedeihstörungen auf eine Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie hinweisen.


8. Wiederkehrende Mundgeschwüre

Häufig auftretende Aphthen sind manchmal ein Hinweis auf eine Immunfehlregulation im Darm, die im Zusammenhang mit Glutenbelastung berücksichtigt werden sollte.


4.2 Zeichen 9 – 16


9. Stimmungsschwankungen oder depressive Symptome

Müdigkeit, gedrückte Stimmung oder „Brain Fog“ nach glutenreichen Mahlzeiten können auf eine Beteiligung der Darm-Hirn-Haut-Achse hindeuten.


10. Verminderte Fruchtbarkeit oder reproduktive Probleme

Unbehandelte Zöliakie wird mit Fruchtbarkeitsproblemen und einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko in Verbindung gebracht.


11. Häufige Kopfschmerzen oder Migräne

Kopfschmerzen können mit glutenbedingten Entzündungen, Nährstoffmängeln oder Störungen der Darm-Hirn-Kommunikation zusammenhängen.


12. Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen

Bei Menschen mit Zöliakie ist die Prävalenz von Autoimmunerkrankungen der Haut (wie Psoriasis oder Ekzemen), rheumatoider Arthritis, Lupus oder MS höher.


13. Anhaltende Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten

Anhaltende Erschöpfung, insbesondere nach dem Verzehr von Gluten, ist ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden sollte.


14. Keratosis pilaris („Hühnerhaut“)

Kleine Knötchen auf der äußeren Haut der Oberarme oder Oberschenkel können auf eine Fettmalabsorption oder einen Nährstoffmangel bei Glutenunverträglichkeit hinweisen.


15. Dermatitis herpetiformis

Ein stark juckender, blasenbildender Ausschlag, der in engem Zusammenhang mit Zöliakie und Glutenbelastung steht.


16. Schweres oder großflächiges Ekzem

Eine Weizen- oder Glutenunverträglichkeit kann entzündliche Hautreaktionen verstärken, und zwar über die üblichen Auslöser von Ekzemen hinaus.


4.3 Zeichen 17 – 23


17. Neigung zu Blutergüssen

Ein Vitamin-K-Mangel oder eine Malabsorption fettlöslicher Vitamine kann sich durch verstärkte Blutergüsse äußern – ein subtiles, aber aussagekräftiges Anzeichen.


18. Nagelanomalien

Brüchige Nägel, Rillen oder unerklärliche Brüche können auf eine beeinträchtigte Nährstoffaufnahme aufgrund von Darmstörungen hinweisen.


19. Schmerzen oder Empfindlichkeit an den Haarwurzeln

Manche Menschen mit Glutenunverträglichkeit berichten von Beschwerden oder Entzündungen im Bereich der Haarfollikel.


20. Schwindel und Gleichgewichtsstörungen

Bei unbehandelter Zöliakie wurden neurologische Symptome wie Schwindel, Drehschwindel oder Gleichgewichtsstörungen beobachtet.


21. Fibromyalgie-ähnliche Schmerzen

Chronische Muskelschmerzen, Müdigkeit und Gelenksteife können sich durch Glutenkonsum verschlimmern – möglicherweise durch systemische Entzündungen.


22. Höheres Risiko für andere Erkrankungen

Neben den klassischen Magen-Darm- und Hautsymptomen korreliert eine unbehandelte Zöliakie mit einem höheren Risiko für Typ-1-Diabetes, Autismus-Spektrum-Störungen, Sjögren-Syndrom und sogar Down-Syndrom.


23. Erhöhte Allergieempfindlichkeit

Eine geschwächte Darmbarriere kann die Anfälligkeit für Nahrungsmittelallergien, Umweltallergene oder Hautreaktionen erhöhen.



5. Was tun, wenn Sie mehrere Anzeichen erkennen?

Wenn Sie mehrere der oben genannten Anzeichen feststellen – insbesondere in den Bereichen Darm, Haut und systemische Erkrankungen – finden Sie hier einen praktischen Leitfaden:


  • Führen Sie ein Symptomtagebuch : Notieren Sie Ihre Mahlzeiten (mit/ohne Gluten), Hautausschläge, Magen-Darm-Beschwerden, Stimmungsschwankungen usw.

  • Verknüpfen Sie Ihre Beobachtungen : Achten Sie auf mögliche Zusammenhänge zwischen dem Konsum von Gluten (oder Weizen) und Reaktionen im Magen-Darm-Trakt bzw. auf der Haut.

  • Ziehen Sie einen Arzt oder Ernährungsberater zu Rate : Ein Gastroenterologe, ein Ernährungsberater oder ein auf den Darm spezialisierter Therapeut kann weitere Untersuchungen durchführen.

  • Beginnen Sie mit Anpassungen Ihres Lebensstils und Ihrer Ernährung : Schon während Sie auf die Testergebnisse warten, können kleine Schritte wie die Reduzierung von verarbeiteten gluten- und weizenhaltigen Lebensmitteln, die Erhöhung der Ballaststoffzufuhr und die Unterstützung der Darmgesundheit helfen.

  • Erforschen Sie Interventionen entlang der Darm-Haut-Achse : Bei Skin-Gut Axis betonen wir den Wert der Unterstützung des Mikrobioms, der Heilung der Darmbarriere und der entzündungshemmenden Ernährung.



6. Testung, Diagnose und nächste Schritte


Wie wird Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie getestet?

  • Bluttests (tTG-Antikörper, EMA, Gesamt-IgA) zum Nachweis von Glutenunverträglichkeit und Zöliakie.

  • Bei Verdacht auf Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie müssen Sie weiterhin Gluten konsumieren, um falsch negative Ergebnisse zu vermeiden.

  • Eine Dünndarmbiopsie gilt weiterhin als Goldstandard für die Bestätigung einer Zöliakie.

  • Bei der Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität handelt es sich eher um eine Ausschlussdiagnose – es gibt noch keinen spezifischen Biomarker.

  • Hinweis: Es ist sogar möglich, ein (fälschlicherweise) negatives Testergebnis zu erhalten, obwohl Sie eindeutig auf Gluten reagieren. Die Eliminationsdiät (glutenfreie Ernährung) ist in diesem Fall Ihr „Test“ und Ihre „Antwort“.


Wichtige Überlegungen

  • Wenn Sie vor dem Test mit einer glutenfreien Ernährung beginnen , können die Ergebnisse ungenau sein.

  • Bei der Entscheidung für eine Eliminationsdiät sollten Sie immer mit einem qualifizierten Fachmann zusammenarbeiten.

  • Selbst wenn Tests negativ ausfallen, die Symptome aber anhalten, kann eine Betrachtung der Darm-Haut-Achse dennoch zugrunde liegende Ursachen aufdecken (Ungleichgewicht des Mikrobioms, erhöhte Darmpermeabilität, Dysbiose).

 


7. Vorbeugung und Behandlung: Die Verbindung zwischen Darm und Haut stärken.


Bei Verdacht auf Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie bzw. wenn die Diagnose gestellt wurde, geht es bei der Behandlung um mehr als nur um den Verzicht auf Gluten. Hier sind wichtige Strategien:


  • Strikter Glutenausschluss (bei Zöliakie) oder gezielte Glutenelimination (bei Glutenunverträglichkeit).

  • Unterstützen Sie die Darmbarriere : Ballaststoffreiche Lebensmittel, Präbiotika/Probiotika und fermentierte Lebensmittel sind empfehlenswert. Jüngste Forschungsergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen einem Ungleichgewicht der Darmflora und Hautentzündungen. ( ScienceDirect )

  • Fokus auf hautfreundliche Ernährung : Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Vitamin A/C/E und K, Zink und B-Vitamine.

  • Systemische Entzündungen reduzieren : durch entzündungshemmende Ernährung (z. B. mediterrane Ernährung), Stressmanagement und Unterstützung des Schlafs.

  • Beobachten Sie Hautveränderungen : Achten Sie darauf, wie Ihre Haut über Wochen bis Monate nach Ernährungsumstellungen/Veränderungen der Darmflora reagiert.

  • Arbeiten Sie mit integrativen Therapeuten zusammen : Bei Skin-Gut Axis integrieren wir Darmtherapie mit Hauttherapie, um die Ursachen – und nicht nur die Symptome – zu behandeln. ( SKIN GUT AXIS )



8. Häufig gestellte Fragen (FAQ)


Frage 1: Worin besteht der Unterschied zwischen Glutenunverträglichkeit und Zöliakie?

Antwort: Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, die bei Glutenaufnahme zu messbaren Darmschäden führt. Glutenunverträglichkeit (oder Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität) äußert sich in unerwünschten Reaktionen auf Gluten ohne die typischen Befunde einer Darmbiopsie.


Frage 2: Kann Glutenunverträglichkeit Hautprobleme verursachen?

A: Ja – über die Darm-Haut-Achse. Störungen der Darmbarriere, ein Ungleichgewicht der Darmflora und chronische Entzündungen, ausgelöst durch Gluten, können sich in Hauterkrankungen wie Ekzemen, Dermatitis herpetiformis oder Keratosis pilaris äußern.


Frage 3: Verbessert sich meine Haut automatisch, wenn ich auf Gluten verzichte?

A: Nicht unbedingt automatisch. Gluten zu meiden ist zwar wichtig, aber für eine optimale Wirkung müssen Sie auch Ihre Darmflora unterstützen, auf eine ausreichende Nährstoffversorgung achten, Entzündungen reduzieren und die Prinzipien der Darm-Haut-Achse beachten.


Frage 4: Wie viele der 23 Anzeichen sollte ich haben, bevor ich mir Sorgen machen muss? Antwort: Es geht nicht darum, einen bestimmten Schwellenwert zu erreichen, sondern um Muster. Wenn Sie mehrere Anzeichen in den Bereichen Magen-Darm, Haut, Allgemeinzustand oder Nervensystem feststellen – insbesondere neu aufgetretene oder sich verschlimmernde Symptome –, lohnt es sich, der Sache weiter nachzugehen.


Frage 5: Können Kinder Zöliakie mit Hautsymptomen haben?

Antwort: Ja, absolut. Bei Kindern können Symptome wie Wachstumsverzögerung, geschwollener Bauch, wiederkehrende Mundgeschwüre oder Dermatitis auf glutenbedingte Darmprobleme hinweisen. Eine frühzeitige Diagnose ist von Vorteil.



9. Fazit und Handlungsaufforderung

Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie betrifft nicht nur Magen-Darm-Beschwerden und Verdauungsprobleme – sie kann sich über die Darm-Haut-Achse auswirken und zu anhaltenden Hautproblemen, Stimmungsschwankungen, Nährstoffmängeln und systemischen Symptomen führen. Wir von Skin-Gut Axis sind überzeugt, dass gesunde Haut von innen und außen kommt . ( SKIN GUT AXIS )


Wenn Sie mehrere der 23 oben genannten Anzeichen bei sich feststellen, ist dies ein guter Zeitpunkt, Ihre Beschwerden ganzheitlich zu betrachten: Führen Sie ein Symptomtagebuch, passen Sie Ihre Ernährung und Ihren Lebensstil an und konsultieren Sie einen qualifizierten Arzt oder Therapeuten. Der Zusammenhang zwischen Darm und Haut ist real – und die Behandlung einer Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie kann zu glatterer Haut, mehr Energie und einem besseren allgemeinen Wohlbefinden führen.


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Lass uns deiner Haut zu neuem Glanz verhelfen – von innen heraus.



Marcelline Goyen BSc Hauttherapie & Autorin


Marcelline Goyen BSc Hauttherapie & Autorin



 
 
 

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