5 ehrliche Hautpflege Tipps, wenn deine Hautbehandlung nicht wirkt
- Marcelline Goyen

- 10. Okt. 2025
- 3 Min. Lesezeit

Inhaltsverzeichnis
Einführung: ehrliche Tipps für die Hautpflege
Hast du unzählige Cremes, Nahrungsergänzungsmittel oder Social-Media-Tipps ausprobiert – und trotzdem passiert nichts? Du bist nicht allein. Online werden wir mit „Sofortlösungen“ überflutet, doch nur selten geht es dabei um die wirklichen Ursachen von Hautproblemen. Wo bleiben die ehrlichen Hautpflege Tipps?
Als Hauttherapeutin mit über 20 Jahren Erfahrung sehe ich es täglich: Dauerhafte Hautverbesserung entsteht nur, wenn wir verstehen, warum die Haut aus dem Gleichgewicht geraten ist – sowohl von innen als auch von außen.
1. Weniger ist oft mehr
Verwendest du täglich mehrere Cremes, Seren oder Foundation? Das kann für deine Haut bereits zu viel sein. Ein Übermaß an Produkten – vor allem von unterschiedlichen Marken – kann die Hautbarriere stören, den pH-Wert verändern und das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen.
Versuche, deine Routine zu vereinfachen. Manchmal reicht es schon, ein einziges Produkt wegzulassen (z. B. Foundation oder ein Peeling), um Irritationen zu reduzieren. Deine Haut braucht in erster Linie Ruhe – nicht eine Überflutung von Produkten.
2. Achte auf deine Ernährung und Getränke
Viele Hautprobleme beginnen im Inneren. Führe ein paar Tage lang ein Ernährungstagebuch und notiere, was du isst, trinkst und wann deine Haut reagiert. Erkennst du Muster rund um den Menstruationszyklus, Stressphasen oder Wochenenden mit Alkohol und Zucker?
Manchmal liegt die Ursache in Unverträglichkeiten – etwa gegenüber Milchprodukten, Gluten oder Zusatzstoffen. Wenn du Muster erkennst, kannst du gezielter Unterstützung bei einem Arzt oder Therapeuten suchen.
3. Kümmere dich um deinen Darm
Die Verbindung zwischen Darm und Haut ist wissenschaftlich gut belegt. Was im Darm passiert, zeigt sich häufig auf der Haut.
Beobachte deine Verdauung: Häufigkeit, Farbe, Geruch und Konsistenz des Stuhls sagen viel über die Darmgesundheit aus. Anhaltende Hautprobleme können mit Darmstörungen wie IBS, Leaky Gut, Entzündungen oder Darmpathogenen zusammenhängen. Ein Darmgesundheits-Spezialist kann gezielte Tests durchführen und dir helfen, sowohl Darm- als auch Hautbalance wiederherzustellen.
4. Sei kritisch gegenüber Social-Media-Ratschlägen
Social Media ist voller Influencer, die „die Lösung“ für Akne oder Ekzeme versprechen – aber die meisten haben keinerlei medizinischen Hintergrund.Eine persönliche Erfahrung ist keine wissenschaftliche Wahrheit. Was für den einen funktioniert, kann bei jemand anderem das Gegenteil bewirken.
Überprüfe immer die Quelle:Wer gibt den Rat?Was ist die Expertise?Gibt es ein kommerzielles Interesse? Und ja – auch das, was du online liest (einschließlich KI-Ratschlägen), sollte kritisch hinterfragt werden.
5. Finde balance in deinem Leben
Stress beeinflusst sowohl die Haut als auch den Darm. Ein wenig Stress ist normal, doch chronischer Stress – Burnout, hoher Druck oder emotionale Belastung – stört das Mikrobiom und verlangsamt die Hautregeneration.
Sorge für ausreichend Schlaf, Freude und echte Verbindung.Echte soziale Kontakte, Lachen und emotionale Unterstützung sind genauso wichtig für die Haut wie Ernährung oder Skincare.
Keine „Quick Fixes“, sondern nachhaltige Veränderung
Natürlich hofft jeder auf eine schnelle Lösung. Doch Hautprobleme haben selten nur eine einzige Ursache. Wirkliche Hautverbesserung braucht Zeit, gründliche Untersuchung und einen ganzheitlichen Gesundheitsansatz.
Ein qualifizierter Therapeut oder Arzt kann die zugrunde liegenden Faktoren erkennen – ob Darm, Ernährung oder Stress. Lass dich nicht von „Sofortversprechen“ täuschen. Der Schlüssel zu gesunder Haut liegt nicht in mehr Produkten, sondern im Wiederherstellen des Gleichgewichts – von innen und außen.
P.S.
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Ich wünsche dir viel Erfolg und Gesundheit,
Marcelline Goyen, BSc Hauttherapie & Skin-Gut-Axis-Autorin



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